Darmstadt, 18. März 2013 – Merck hat heute eine strategische Allianz mit Nordic Bioscience A/S für den Wirkstoff Sprifermin (rekombinanter humaner FGF-18) der Sparte Merck Serono zur Behandlung von Kniegelenksarthrose bekannt gegeben. Diese Vereinbarung unterstreicht das Engagement von Merck in der Osteoarthroseforschung und -entwicklung.

Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen wird Nordic Bioscience für Merck klinische Entwicklungsleistungen inklusive anteiliger Übernahme des Entwicklungsrisikos im Austausch gegen Servicegebühren sowie potenzielle Meilenstein- und Lizenzzahlungen für das Programm erbringen. Die volle Verantwortung für die Entwicklung und Vermarktung des Arzneimittelkandidaten verbleibt bei Merck. Über die finanziellen Bedingungen der Zusammenarbeit wurde Stillschweigen vereinbart.
Die Allianz bündelt die gemeinsame Expertise und Ressourcen von Merck und Nordic Bioscience, um eine multinationale Phase-IIb-Studie (FORWARD-Studie) durchzuführen. Ziel der Studie ist die weitere Bewertung von Sprifermin für die Hemmung des Fortschreitens von strukturellen Schäden, die Linderung von Schmerzen und die Verbesserung der Körperfunktion bei Patienten mit Kniegelenksarthrose. Die FORWARD-Studie wird mit dem Einschluss von Patienten im zweiten Halbjahr 2013 beginnen.

„Innovative Partnerschaften, die die Kompetenzen von Merck Serono optimieren und ergänzen und den Risikoausgleich über die Pipeline hinweg erleichtern, sind zentrale Elemente der gesamten Entwicklungsstrategie des Unternehmens“, sagte Susan Herbert, Executive Vice President von Global Business Development and Strategy für Merck Serono. „Das profunde Know-how und die Erfolgsbilanz von Nordic Bioscience bei der klinischen Rekrutierung im Fachgebiet Osteoarthrose wird uns dabei helfen, die nächste Stufe der klinischen Bewertung von Sprifermin effektiv und effizient zu erreichen.”

Claus Christiansen, Gründer und Vorsitzender von Nordic Bioscience, sagte: „Die Partnerschaft mit Merck Serono ermöglicht es, unsere Erfahrung mit klinischen Prüfungen und Biomarkern im Rahmen von Erkrankungen der Skelettmuskulatur bei einem so spannenden Prüfpräparat wie Sprifermin und mit einem so renommierten Sponsor wie Merck Serono zu nutzen. Wir sind auf diese Art der Partnerschaft spezialisiert und von ihr überzeugt.“

Sprifermin ist ein Protein, das mutmaßlich eine Chondrozytenstimulation auslöst, die zu einer Matrix-Synthese und einer Chondrozytenerneuerung führt. Es wird intraartikulär, also direkt in das Gelenk, injiziert. Zwei Phase-I-Studien bei Patienten mit mittelschwerer/schwerer Kniegelenksarthrose wurden bereits abgeschlossen. Derzeit läuft eine Phase-II-Studie bei Patienten mit Knorpelverletzungen zur Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit. Das Programm war ursprünglich 2004 von Zymogenetics (heute Teil von Bristol Myers Squibb) einlizensiert worden.

Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden mehr als 5% der Erwachsenen über 40 Jahren in den Industrienationen, also mehr als 30 Mio. Menschen, an Kniegelenksarthrose.